Fliegen bei Schnee

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Der schnelle und heftige Schneefall in den letzten Tagen kann den Flugverkehr regelrecht lähmen. Das hat man schon oft in den letzten Jahren gesehen. Der Flughafen Düsseldorf musste Anfang der Woche sogar zeitweise den Betrieb einstellen, auf Grund des schlechten Wetters.

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In der Regel kann der Winter dem Flugverkehr nicht viel Anhaben, meinen die Luftfahrtexperten. Wer allerdings eine Start- und Landebahn mit Salz bestreuen möchte, wie man es üblicherweise auf Straßen und Autobahnen vornimmt, der irrt gewaltig. Salz ist absolut tabu, da an den teuren Flugzeugen Korrosion entstehen könnte. Stattdessen wird eine bestimmte Sprühflüssigkeit benutzt. Damit kann auch bei minus 20 Grad Celsius geflogen werden. Im Prinzip bestätigen die Flugunternehmen, dass es in Deutschland keine Temperatur gibt, bei der es nicht gestartet wird.

Wichtig ist jedoch, dass sich auf und unter den Tragflächen des Flugzeugs kein Schnee und Eis befinden. Um diesem Problem vorzubeugen, werden sie mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch besprüht. Die Konzentration des Gemischs richtet sich nach den vorherrschenden Temperaturen. Außerdem wird ein Schutz aufgetragen. Man könnte es ähnlich dem Wackelpudding vergleichen. Diese Schicht hält sogar bis etwa Tempo 150. Danach zieht der Fahrtwind die Schicht ab, auf der bis dahin möglicherweise neuer Schnee liegen geblieben ist. Während des Fluges wird durch die warme Luft, die von den Tragflächen-Vorderkanten durchgeleitet wird, dass sich weiterhin Eis bildet.

Die Flughäfen und die Flüge sind somit auch bei diesem Wetter kaum gefährdet. Nur wenige Flüge sind bisher ausgefallen und die Flughäfen bemühen sich umsichtig, dass kein Passagier vernachlässigt wird. Wer also den Urlaub schon geplant hat, kann auch bei diesem Wetter in den Süden fliegen.

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